Hütetraining in Großpösna - September 2013.

Caira vom Schwarzen Feuer

Gestern waren wir wieder hüten - Caira und ich. Diesmal kein Hüteanlagentest, sondern ein richtiges Training bei Heike Braun in Großpösna. Und dieses Mal waren wir ganz alleine da, keine anderen Hunde dabei außer Bordercolliehündin Maddie (die aber zu ihrem Leidwesen an diesem Tag sehr wenig zu tun hatte).

Es war mal eine ganz neue Erfahrung, so intensiv an den Schafen arbeiten zu können.Die Herde, an der wir trainierten, bestand aus ca. 35 Schafen. Dass Caira die Tiere zusammenhalten kann, indem sie die Herde konstant umkreist, hatte sie ja schon beim letzten Mal bewiesen. Aber das alleine macht natürlich nicht ausschließlich die Arbeit eines Hütehundes aus. Genauso wichtig ist es, dass der Hund, während sich der Schäfer an der Spitze der Herde befindet, die Herde von hinten und von der Seite absichert. Caira neigte anfangs mangels Erfahrung gerne dazu, die Herde lieber komplett zu umkreisen und dabei auch mal zwischen der Herde und mir zu laufen. Das soll ja nicht sein, denn die Herde darf nicht vom Schäfer getrennt werden. Wir mußten ihr also klarmachen, dass es zwar erwünscht ist, dass sie seitlich und hinten absichert, aber nicht weiter nach vorne läuft. Das war anfangs schon etwas verwirrend für Caira, man merkte, wie es in ihr ihrem Kopf arbeitete. Aber da sie von Natur aus sehr lernfähig und auch lernwillig ist, testete sie mich noch ein paar Mal aus und als immer wieder dieselbe Reaktion von mir kam, setzte sie das auch sehr schnell und sehr gekonnt um. Sie blieb konstant auf der 12:00 Uhr - Position und behielt mich, die die Herde anführte, dabei immer im Auge, um auf meine Richtungswechsel unverzüglich reagieren zu können. Anfangs war der Druck, den sie von hinten durch zu hohes Lauftempo und zu geringen Abstand zu den Schafen ausübte, etwas zu stark. Das äußerte sich darin, dass die Schafe an mir vorbeidrängten. Da war es wichtig, Cairas Arbeitseifer etwas zu bremsen und den Abstand so zu vergrößern, dass die Schafe nicht in Bedrängnis kommen. Auch das klappte nach kurzer Zeit hervorragend. Und was auch erwähnt werden sollte - Caira arbeitete komplett "ohne Stimme". Unsere Trainerin Heike Braun war sehr begeistert von Cairas Arbeit und ich hatte gestern und heute einen absolut glücklichen und tiefenentspannten Hund an meiner Seite (zumindest solange, bis sie die Witterung der Rehe, die in ca. 200 m Entfernung von uns standen, in die Nase bekam :-)).

 Caira vom Schwarzen Feuer

Das Foto ist übrigens nicht gestern in Großpösna aufgenommen worden, sondern heute beim Spaziergang. Die Herde gehört unserem hiesigen Schäfer und ist noch um ein Vielfaches größer als die Herde gestern:-).

 

 

 

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